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01.12.2016

Hans Thorben Rüder

Auf dem Turnier Holstein International trafen wir den sympathischen Springreiter Thorben Rüder. Er stammt aus einer erfolgreichen Reiter- und Züchterfamilie auf Fehmarn. Sein Bruder Kai ist erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter, der den elterlichen Hof mit seiner Ehefrau führt. Thorben hat seinen Turnierstall in Greven, Nordrhein-Westfalen. Auf allen großen Turnieren ist er zu sehen, aber am liebsten reitet er in seiner „alten Heimat“ auf der Baltic Horse Show in Kiel und auf dem Turnier auf Fehmarn.

Was war Ihr wichtigstes Turnier in diesem Jahr?
Für mich ist eines der wichtigsten Turniere die Baltic Horse Show. Es ist sportlich gesehen ein sehr anspruchsvolles Turnier, es liegt nah am Heimatort und bislang lief es dort immer sehr gut für mich. Die Bedingungen in Kiel sind klasse. Auch wenn ich seit vielen Jahren in Nord-rhein-Westfalen wohne, bleibt Schleswig-Holstein meine Heimat. Viele meiner Pferdebesitzer sind aus Schleswig-Holstein, deshalb ist es toll hier zu starten, da sie dabei sein können.

Erinnern Sie sich an Ihr erstes Pferd?
Ja, an mein allererstes Pferd erinnere ich sehr gut. Es hieß Grey Silk. Ich war höchstens 6 Jahre alt, als ich mit der Reiterei begann. Die Ponyreiterei wurde bei uns sportlich nicht gefördert, es ging gleich auf Großpferden los. Ich war in meiner Jugend immer gut beritten. Mir standen sehr gute Lehrpferde zur Verfügung, die von meinem Vater ausgebildet wurden. Sie haben mir viel gezeigt. Das ist ein gewaltiger Vorteil, wenn man in einer Reiterfamilie groß geworden ist. Es gibt Dinge, die kann man nicht mit Geld kompensieren. Mein Vater hat mich immer mit seinem immensen Fachwissen unterstützt.

Was war der bleibendste Eindruck in Ihrer Reiterkarriere?
Da gibt es ganz verschiedene Eindrücke. Natürlich gibt es positive und negative Erinnerungen. Es fällt mir doch schwer mich festzulegen. Als Sportler ist es schon großartig den Nationenpreis für Deutschland zu reiten, mit der Mannschaft vor Ort zu sein und den Zusammenhalt unter den Kollegen zu erleben. Wiederum lassen einen die „schlechten Ritte“ nicht so schnell los. Wenn ich aber im großen und ganzen zurückblicke, sind es eigentlich die kleinen Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben. Wenn ich ein Pferd in Ausbildung habe und es sich festgefahren hat und es dann auf einmal versteht, das sind die Schlüsselerlebnisse, die mit Erfolg belohnt werden. Deshalb sind es nicht immer die großen Erfolge, die mir Freude machen. Aber es gab auch große Erlebnisse, wie mit den Pferden nach Porto Allegre zu fliegen und dort den großen Preis zu gewinnen. Das ganze drumherum nach dem Sieg in Brasilien war schon ein bleibender Eindruck.

Was ist Ihnen das Wichtigste bei einem Pferd? Worauf legen Sie am meisten Wert?
Das ist die Einstellung des Pferdes. Der Charakter ist wichtig. Man kann nicht von jedem Pferd verlangen, dass es den großen Preis springen kann. Es beeindruckt mich, wenn ein Pferd immer an seine Leistungsgrenzen geht und positiv für den Sport eingestellt ist. Am Ende ist es wichtig, dass man fühlt, welches Limit das Pferd hat, um es nicht zu überfordern. Auch wenn ein Pferd super in seiner Klasse geht, heißt es nicht, dass es auch automatisch eine Klasse höher kann.

Bei Laune hält man die Pferde nur, wenn man sie da einsetzt, wo sie hingehören.
(Ein schönes Fazit, Anmerkung der Redaktion)

Was fasziniert Sie am meisten bei der Reiterei?
Ich glaube schon, dass die Reiterei einen Menschen sehr prägt. Allein schon das Pflichtbewusstsein ist bei Pferdeleuten sehr ausgeprägt. Der Reiter hat immer einen Sportpartner, das haben andere Sportler nicht, sie sind nur von sich selbst abhängig, von ihrer eigenen Leistung. Wir sind immer ein Team. Das fängt beim Pfleger an, der Pferdebesitzer gehört dazu .... man kann diesen Sport nicht allein betreiben. Es ist auch ein gewisses Mangagement erforderlich, ich glaube, mehr als bei anderen Sportlern. Und man muss früh in die Zukunft gucken, dass man sich mit Pferden beschäftigt, die einen weiter bringen.

Hatten Sie reiterliche Vorbilder?
Die habe ich immer gehabt, und habe sie heute noch. Es gibt immer jemanden, der etwas deutlich besser kann als ich. Da schaue ich genau hin und wir unterhalten uns auch gemeinsam darüber. Ich picke mir das heraus, was für mich förderlich ist. Es wäre zu wenig, hier nur ein oder zwei Namen meiner aktiven oder auch nicht mehr aktiven Kollegen zu nennen.


Gibt es für Sie Alternativen zum Pferd, z. B. ein Hobby?
Das ist leider etwas zu kurz gekommen, was ich sehr bedaure. Es wird sich in Zukunft ändern. Andere Kollegen kriegen es ja auch hin. Ich fahre sehr gerne Fahhrad. Ich habe derzeit ein modernes Tourenrad, hätte aber schon Lust auf Rennrad oder Mountenbike umzusteigen. Da hab ich Spaß dran.

Können Sie sich vorstellen, was aus Ihnen ohne die Pferde geworden wäre?
Das ist ganz schwierig. Bei uns Zuhause drehte sich alles sehr früh ums Pferd. Durch den eigenen Betrieb hatten wir die Chance, in die Pferdebranche reinzuwachsen. Und ganz ehrlich, mit der Schule hatte ich es nicht so, es war für mich ein echter Quälkram. Ein Studium stand auch nicht an, deshalb war ich froh, als ich mit der Schule durch war und mich nur noch auf die Reiterei konzentrieren konnte. Irgendwie war mein Werdegang schon vorgegeben, hat mich aber auch nie gestört.

Wie machen Sie am liebsten Urlaub?
Für mich ist ein gutes Turnier wie Urlaub. Wir fahren los, nehmen die Pferde mit, sind mit dem Team im Hotel und haben eine schöne Zeit. Wenn ich dann nach Hause komme, denke ich oft, „das war ja jetzt wie ein kleiner Urlaub“. Auf der anderen Seite fahre ich auch gerne mit meiner Frau allein weg, wo wir dann gar nichts mit Pferden zu tun haben. Es reichen oft auch 3-4 Tage, um einfach mal abzuschalten. Der Ort ist da gar nicht so entscheidend.

Ihr Lieblingsessen?
Ich esse sehr gerne Spinat mit Spiegelei und Kartoffelpürree.


Ihr Lieblingslokal?
Wir gehen ganz gerne zum Italiener, aber es gibt kein spezielles Lokal, in dem wir regelmässig sind.



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