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04.05.2015

Gibt es etwas, wie ich meinen gerade gekauften Sattel vor dem finanziellen Verlust schützen kann?

Ein Sattel ist etwas ganz Besonderes!
Nicht nur die hochwertigen Materialien, die zur Herstellung verwendet werden, sondern auch die Abstimmung auf Pferd und Reiter müssen beachtet werden, so dass eine reibungslose Kommunikation zwischen Beiden stattfinden kann. Der Sattelkauf ist wie ein gut passender Schuh zu sehen. Dies bedeutet viel und langes ausprobieren und wenn der Sattel dann endlich passt, möchte man ihn nie wieder hergeben.

Will man diesen individuellen Sattel oberflächlich versichern
Nein, sicherlich nicht!
Sicherlich gibt es einige wenige Hausratversicherer, die „Sportgeräte“ mitversichert haben. Hier muss selbstverständlich im Einzelfall geprüft werden, ob die Versicherungssumme ausreichend ist, da nicht die gesamte versicherte Summe zum Tragen kommt. Häufig leisten die Versicherer nur bis zu 2% der gesamten Versicherungssumme. z.B. Sattelwert 2.500,- € + Zubehör (Trense, Gebiss, Decken etc.) 500,- € = 3.000,- € Versicherungssumme Hausrat: 65.000,-€ davon 2% = 1.300,- €. Dies bedeutet eine Unterversicherung von 1.700,-€

Zudem muss herausgefunden werden, ob der Sattel nur vorrübergehend ausgelagert werden kann oder nur für einen begrenzten Zeitraum. Wenn ja, ist er nur in einer doppelt gesicherten Sattelkammer versichert oder auch in einem Spind, welcher auf dem Gelände der Reitanlage frei steht und nur einfach gesichert ist? All diese Fragen gilt es zu klären. Die versicherte Gefahr Einbruchdiebstahl/Vandalismus, ist nicht ausreichend, da natürlich auch Feuer, Leitungswasser, und Sturm/Hagel mitversichert sein müssen. Ganz wichtig ist es auch, dass der Sattel und Zubehör nicht zum Zeitwert (Abnutzung etc.), sondern zum Wiederbeschaffungswert gleicher Art und Güte bzw. zum Neuwert ersetzt werden. z.B. Der Sattel kostet heute neu 2.000,- €. Nach 2 Jahren wird dieser entwendet. Jetzt kostet er aber 2.500, (Wiederbeschaffungswert). Diesen Wert sollte man dann auch ersetzt bekommen. Ist der Sattel durch einen Brand oder durch z.B. einen Leitungsrohrbruch zu Schaden kommen, muss dies auch abgesichert sein.

Oft gehört oder selbst schon erlebt.
Der Sattel und das Zubehör befinden sich in einem nur mit einem Vorhängeschloss gesicherten Spind auf der Reitanlage. Nun glaubt man, im Falle eines Einbruchdiebstahls besteht Versicherungsschutz. Leider ist das bei (fast allen) Hausratversicherern nicht der Fall, da einfach gesicherte Spinde nicht als Gebäudebestandteil angesehen werden und die Sicherungsvorschriften nicht ausreichend sind. Man sollte zusätzlich zu dem Versicherungsschutz darauf achten, dass der Sattel auf dem Sattelbock in der meist tagsüber offenen Sattelkammer vor dem einfachen Diebstahl gesichert ist (Sattelschloss).

Einfacher Diebstahl ist nicht versicherbar!

Zusammenfassend muss noch einmal gesagt werden: Sollte es nun beispielweise zu einen Einbruchdiebstahl kommen und der nach wirklich häufig langem Suchen, für Pferd und Reiter passende Sattel entwendet worden sein, ist der Ärger groß, da nicht selten kein Versicherungsschutz über die Außenversicherung besteht. Der finanzielle Schaden ist sehr hoch, da ein neuer Sattel in Auftrag gegeben und dann aus eigener Tasche bezahlt werden muss.

Für diese Fälle gibt es aber Abhilfe!
Die spezielle Sattelversicherung Versicherbar sind alle Gefahren: Einbruchdiebstahl/Vandalismus, Feuer, Leitungswasser, und Sturm/Hagel. Selbstverständlich auch der Sattel mit Zubehör im in einem Spind, welcher auf dem Gelände der Reitanlage frei steht und nur einfach gesichert ist (Vorhängeschloss). Sie sind Turnierreiter und ständig mit Ihrem Sattel und dem jeweiligen Zubehör unterwegs. Auch hier stellen Sie sich bestimmt die Frage,

kann ich dieses Risiko absichern?
Die Antwortet lautet ja!

Es gibt den „Mobilen- Schutz“, welcher für Schäden durch Einbruchdiebstahl aus den Zugfahrzeug oder verschlossene Sattelkammer des Anhängers haftet. Das Schlimmste, was neben dem Diebstahl des Sattels passieren kann, ist der Bruch des Sattelbaumes. Hier greift keine gängige Versicherung, denn diese haben nur die klassischen Gefahren versichert. Die helfen aber in diesem Fall nicht weiter. So ist der Sattel unwiederbringlich zerstört und keiner ersetzt einem die finanziellen Folgen die dadurch entstanden sind.
Aber auch diese Fälle können versichert werden.

spezielle Sattleversicherung externer Link

Es handelt sich hierbei um den sogenannten „Sattel-Voll-Kasko- Schutz“. Versichert sind Unfall, Sturz, Unachtsamkeit z.B. (Sattelbaumbruch, Abriss des Sattelblattes) Genauso wenig, wie Sie einen Kompromiss bei Ihrem Sattel eingegangen sind, der speziell für Sie und auch für Ihr Pferd passend sein muss, genauso wenig sollten Sie einen Kompromiss in der Versicherung eingehen. Es sollten also die Lücken im Versicherungsschutz geschlossen werden, die die Hausratversicherung aufgezeigt hat, wenn man seinen Sattel versichern will.

Zu bedenken ist auch, dass ein gängiger Versicherer sich vermutlich nicht mit Reitanlagen, Pferden und Reitern auskennt. Es sollte daher unbedingt auf Spezialversicherer zurückgegriffen werden, die individuell auf jedes einzelne Reitsportrisiko eingehen können. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Reitsport als etwas Individuelles und Einzelnes zu sehen und somit ganz besondere Produkte gestaltet, um den Bedürfnissen der Reiter gerecht zu werden.

Ihr horsewoman-magazin



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